Bericht vom Treffen des Liberalen Club Westhessen/Nassau

Bericht vom Treffen des Liberalen Club Westhessen/Nassau

Liberaler-Club-Taunus

Liebe Liberale,

gestern, am 15.06.2015, veranstalte der Liberale Club Westhessen/Nassau zusammen mit der FDP  Idstein eine Podiumsdiskussion über das Thema Asyl- und Einwanderungspolitik.

Die Asylverfahren sollten weiter verkürzt und gestrafft werden, und abgelehnte Asylbewerber sollten bei entsprechender beruflicher Qualifikation künftig die Chance erhalten, noch während ihres Aufenthaltes einen Antrag auf Einbürgerung zu erhalten. So lautete das Fazit der Veranstaltung in der Idsteiner Stadthalle, welche von der FDP Idsteiner Land und dem Liberalen Club Westhessen/Taunus organisiert worden war.

__FDP_IdsteinDer erste Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises, Johannes Baron (FDP) berichtete über die Zustände und Probleme in den Erstaufnahmeeinrichtungen, sowie bei der Unterbringung in seinem Kreis. Im Wesentlichen gebe es drei Gruppen von Asylbewerbern: Viele kommen vom Balkan, und haben mit einer Anerkennungsquote deutlich unter 1% praktisch keine Chance, hier Asyl zu bekommen. Eine weitere Gruppe komme aus Afrika, das Haupt-Problem dieser Menschen ist die fehlende Schulausbildung und die große Herausforderung, die Flüchtlinge nach Anerkennung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die dritte Gruppe kommt aus den Kriegsgebieten in Syrien, Irak und Afghanistan, und weist in der Regel gute Schulbildung auf, zu etwa einem Drittel sogar mit akademischem Bildungsgrad.

Eine große Herausforderung ist momentan die schiere Flut von Menschen, die nur schwer untergebracht werden kann; die überwiegend aussichtslosen Asylsuchenden vom Balkan verbleiben ca. ein Jahr hier, bis die Verfahren abgearbeitet sind, und belegen dabei dringend nötige Plätze für Flüchtlinge, die wegen Verfolgung, und nicht aus überwiegend wirtschaftlichen Gründen hier her kommen. Ein wichtiges Problem sei, daß zum Beispiel Albanien und Kosovo nicht als sichere Herkunftsländer eingestuft würden, welches von der Partei Bündnis 90 / Die Grünen vehement verhindert wird. Alleine mit dieser Maßnahme der Einstufung dieser Länder als sicher, könnten die Antragsabarbeitung wesentlich gestrafft, und die Rückführung beschleunigt werden.

Stefan Müller, Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion in Hessen, nannte die liberalen Forderungen für ein modernes Einwanderungsgesetz. Wir haben in Deutschland bereits heute einen spürbaren Fachkräftemangel, und dieser wird sich aus demografischen Gründen in den nächsten Jahren weiter verstärken. Es ist also an der Zeit, zum einen abgelehnten Asylbewerbern mit einem Beruf, der hier stark gefragt ist, die Chance auf Einwanderung zu eröffnen. Zum anderen sollten wir uns auch aktiver bemühen, Fachkräfte anzuwerben, die hier benötigt werden, und uns dafür auch attraktiver machen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Müller

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