Impressionen vom Liberalen Club Kiel

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Steffen Krug und Martin Lorenzen

 

Liebe Mitstreiter, liebe Interessierte,

vergangenen Donnerstag diskutierten mehr als 20 Teilnehmer zusammen mit Steffen Krug über europäische Geldpolitik.

Steffen Krug Steffen Krug informiert hauptberuflich im Namen des IfAAM-Institut Hamburg (Institut für Austrian Asset Management) über die ökonomischen Auswirkungen des vorherrschenden staatlichen Geldsystems.

Im Folgenden fasse ich für Sie das Treffen im Ratskeller Kiel kurz zusammen.

Unser Gast Steffen Krug  evaluierte zunächst die gemeinsame europäische Geschichte und die damit verbundenen Verträge, die in großer Zahl gebrochen wurden.

Hierfür zog er die klaren deutlichen Prognosen von Roland Baader hinzu,  welche Baader in seinem Werk „Die Euro-Katastrophe“ auf beeindruckende Art manifestierte.

Krug kritisierte die offensichtliche Tendenzen, die europäischen Nationalstaaten zu harmonisieren und warnte vor dem „Europäischen Superstaat“.

Jenes Konstrukt würde das marktwirtschaftliche Prinzip des Wettbewerb vollends verhindern.
Stattdessen müsse man die Vielfalt wahren, denn sie sei es, was Europa auszeichne und stark mache.

Er forderte Dynamik statt Statik und plädierte für einen Währungswettbewerb und für ein Wechselkurssystem.

Der Währungswettbewerb führe zu mehr Wahlfreiheit bei den Konsumenten und infolgedessen zu einem stabileren Geld, das Wechselkurssystem erlaube den einzelnen Staaten eine eigenständige Geldpolitik, die sich ihren jeweiligen Bedürfnissen anpassen könne.

So könne beispielsweise der griechische Staat die eigene Währung gegenüber den anderen abwerten, um auf diese Weise wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Im zweiten Teil des Abends debattierten wir teils kontrovers über die aktuellen Ereignisse in der Eurozone und insbesondere über die Situation Griechenlands.

Nahezu alle Teilnehmer präferierten einen sofortigen „Grexit“, so auch Steffen Krug.
Für ihn ist ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone  zwar wünschenswert und ökonomisch richtig, er zweifelt aber noch an dessen wirkliche Umsetzung.
Laut seiner Prognose sei das Etablieren einer Transferunion viel wahrscheinlicher, denn die „Euroretter“, allen voran Bundeskanzlerin Merkel, würden alles dafür tun, um das „politische Projekt Euro“ nicht zugrunde zu gehen lassen. Merkel und Konsorten geraten zunehmend unter Druck, denn sie müssen erklären, warum die Steuerzahler für ein offenkundiges „Fass ohne Boden Griechenland enteignet wurden.

11714412_863735783680000_1031653063_nIn diesem Kontext befürwortete unser Gast klar den „Grexit“.
Die These „lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ konnten alle Teilnehmer unterstützen.

Des Weiteren erklärte er plakativ und das reale Phänomen des „Fiat-money“, welches den Zentralbanken dieser Welt das Schöpfen von neuem Geld per Knopfdruck ermöglicht und evaluierte dieses als einen „klaren Systemfehler“, der unter anderem für die Euro-Katastrophe verantwortlich gemacht werden kann.
„Wenn die Geldmenge schneller ansteigt, als die Produktivität einer Volkswirtschaft, dann muss das zwangsläufig zu Verwerfungen führen. Nichts anderes Macht die EZB momentan. Sie druckt Geld und finanziert damit Staaten. Sie macht unverantwortliche Geldpolitik auf Kosten der arbeitenden und steuerzahlenden Bevölkerung“, stellte Krug fest.

Nach der Diskussionsrunde saßen wir noch einige Zeit gemütlich zusammen und führten das ein oder andere persönliche Gespräch.

Ich bedanke mich sehr für das Interesse, die anregenden Gespräche und freue mich auf die nächste Veranstaltung, die voraussichtlich am 28.8.2015 stattfinden wird.
Albert Duin, der Landesvorsitzende der FDP Bayern, hat sich bereiterklärt uns einen Besuch abzustatten und gemeinsam mit hoffentlich erneut vielen Freiheitsliebenden über das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu sprechen.

Freiheitliche Grüße und auf bald,

Martin Lorenzen

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