Bericht vom Liberalen Club Freising

Bericht vom Liberalen Club Freising

Liebe Liberale,

vom Wert des Freihandels über Europa bis hin zum Einwanderungsgesetz: Bei der Gründung des Liberales Clubs Freising ließ Frank Schäffler (Bünde, Nordrhein-Westfalen) wenig Themen aus, die auf der aktuellen politischen Tagesordnung stehen. Der neue Liberale Club ist Teil einer liberalen Graswurzelbewegung, die Ideen des klassischen Liberalismus in und außerhalb der Freien Demokraten (FDP) diskutieren und vertiefen will. Geleitet wird der Freisinger Club von Dirk Aggrey (Freising) und Andreas Wolkenstein (München).



Die Liberalen Clubs, die deutschlandweit existieren, gehen auf das Wirken Schäfflers zurück, der der letzten FDP-Bundestagsfraktion (2009 – 2013) angehörte und sich bei der kommenden Bundestagswahl wieder um ein Mandat bemüht. „Beim Klassischen Liberalismus, dem Kern der Liberalen Clubs, steht neben vielem anderen die Idee eines kleinen Staats sowie von Freihandel und Privateigentum im Zentrum“, so Schäffler in seinem Impulsvortrag. Mit Blick auf das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP müsse man die immensen Vorteile betrachten, die sich daraus ergeben. „Wir wollen, dass sich der Einzelne selbst dafür entscheidet, welche Produkte er konsumiert, nicht der Nanny-Staat“, sagte Schäffler vor dem guten Dutzend Interessierter, die zur Eröffnungsveranstaltung des Freisinger Liberalen Clubs ins Parkcafé kamen. Der als Eurokritiker bekannte Schäffler bekräftigte zudem sein Festhalten an der europäischen Idee: „Europa dürfen wir auf keinen Fall zerstören, aber wir müssen es besser machen“, so der FDP-Politiker.

Wolkenstein ging in seiner Begrüßung auf die Vielfalt liberalen Denkens ein, das keine Berührungsängste zu aktuell heiß diskutierten Begriffen wie Gerechtigkeit haben dürfe. „Und wir müssen uns auf die drängenden Probleme konzentrieren, die wir auf der Welt derzeit haben: Krieg, Armut, Klimawandel, Terror. Liberale haben darauf sehr gute Antworten“, sagte Wolkenstein. Er betonte zudem, dass im Liberalen Club auch neue, überraschende Ansätze diskutiert werden, die nicht Teil des politischen Alltags sind. Aggrey sprach über den Wert einer offenen Gesellschaft und führte aus, wie Integration auch (und besser) ohne staatliche Bürokratie erfolgreich sei: „Warum muss man die Geflüchteten verteilen, anstatt sie einfach arbeiten und ihr Glück finden zu lassen?“



Der Liberale Club Freising wird in Zukunft Diskussionsveranstaltungen organisieren, bei denen kundige Referenten einen frischen Blick auf liberale Politik und auf Lösungen für die Probleme der Welt (und Freisings) werfen. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. Der Club ist informell organisiert, erhebt keinerlei Beiträge und ist nicht an Parteimitgliedschaft gebunden.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Andreas Wolkenstein               Dirk Aggrey

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